Ausgangslage

Weinanbau in der Region

Die Trinationale Metropolregion Oberrhein ist für den Weinanbau sehr bekannt, denn zu ihr zählen unter anderem die Anbaugebiete „Südliche Weinstraße“, „Kaiserstuhl“, „Ortenau“ und „Elsass“. Das dort vorherrschende Klima begünstigt leider nicht nur den Weinanbau sondern auch die Vermehrung von assoziierten Schaderregern, wie z.B. Peronospora (Falscher Mehltau) und Phytophthora (Wurzelfäule).

Maßnahmen zum Schutz von Reben

Rebstock

Entsprechende Gegenmaßnahmen reduzieren bzw. verhindern das Auftreten oben genannter Schaderreger. So kann der Ertrag weitestgehend geschützt werden. Dazu dienen unterschiedliche Pflanzenschutzmaßnahmen. Diese lassen sich in verschiedene Kategorien unterteilen. Zu den wichtigsten zählen Kulturmaßnahmen (z.B. Bodenpflege), mechanisch-physikalische Maßnahmen (z.B. Schutzhüllen gegen Verbiss), biologische Maßnahmen (z.B. der Einsatz von Nützlingen), biotechnische Maßnahmen (z.B. Pheromone) und chemische Maßnahmen (z.B. der Einsatz von Pestiziden).

Pestizideinsatz

Pflanzenschutzmaschine

Zu den Pestiziden zählen unter anderem Herbizide, Insektizide und die im Weinanbau hauptsächlich eingesetzten Fungizide. Diese werden nach einem genau vorgegebenen Plan des DLR (Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum) angewendet um Ernteausfälle zu verhindern.

Problematik

Ein übergeordnetes Problem ist darin zu sehen, dass Pestizide u.A. durch Starkregenereignisse von den Weinbergen in nahegelegene Gewässer gespült werden könnnen. Neben dieser Art der Pestizideinträge, kommen solche gefährlichen Frachten ebenfalls beim Reinigen von Pflanzenschutzgeräten über anfallende Abwässer zustande. Gelangen sie dann in solche kleinen Gewässer, kann ihre Konzentration so hoch sein, dass die darin lebenden Pflanzen und Tiere in ihrer Lebensweise stark beeinträchtigt werden oder in einem schlimmeren Fall sogar sterben. Ist dies der Fall, kann die Funktion des betroffenen Gewässerökosystems nachhaltig geschädigt sein: So kann es sein, dass weniger von dem eingetragenen Falllaub abgebaut wird wodurch widerum weniger Nährstoffe für die umliegende Umwelt zur Verfügung gestellt werden kann.

Um Störungen wie diese zu vermeiden bedarf es also Lösungsansätzen die den Eintrag von Pestiziden in Gewässerökosysteme verhindern oder reduzieren. Die Forscher des PHOTOPUR-Projekts haben sich dieser Problematik angenommen und ein Prozess in den Fokus genommen, der zukünftig solche Einträge vermindern könnte.

PHOTOPUR-Lösungsansatz