PHOTOPUR Kick-off

Am 28.06.2017 fand am Campus Landau der Universität Koblenz-Landau die Auftaktveranstaltung von PHOTOPUR statt. Organisiert durch die Projektkoordinatoren Dr. Ricki Rosenfeldt und Dr. Frank Seitz (Institut für Umweltwissenschaften, Universität Koblenz-Landau) empfing das PHOTOPUR-Konsortium dort 24 Experten aus Politik und Wissenschaft, sowie Vertreter der Presse und Öffentlichkeit um die Hintergründe und Ziele des dreijährigen Forschungsprojekts vorzustellen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, des Instituts für Umweltwissenschaften (IUW), des Centre National de la Recherche Scientifique (ICPEES) bzw. Institut de Chimie et Procédés pour l’Énergie, l’Environnement et la Santé (CNRS), des Instituts für Energiesystemtechnik (INES) und des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum Rheinpfalz (DLR) werden zusammen mit den assoziierten Projektpartner (nEcoTox, Julius-Kühn Institut, Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum Mosel) ein Geräteprototyp konzipieren und entwickeln, der Pflanzschutzmittelbelastungen aus dem Weinanbau der TMO in Oberflächengewässern reduziert. Die Experten stützen sich dabei auf das Reinigungspotential sogenannter Photokatalysatoren. Diese können unter der Einwirkung von UV-Licht organische Verunreinigungen – hier: Pflanzenschutzmittel (PSM) – abbauen.

Während der Auftaktveranstaltung präsentierten die Partner nun den geplanten Projektablauf und die jeweilige Funktion der beteiligten Einrichtungen: In einem ersten Schritt sollen u. A. die im Weinanbau der Region zu meist eingesetzten PSM ermittelt werden (IUW und DLR), um in einer darauffolgenden Projektphase einen möglichst effizienten Photokatalysator ausfindig machen zu können (ICPEES und CNRS). Die Effizienz soll dabei mittels chemischer Analysen repräsentativer PSM und ihrer Abbauprodukte (DLR) sowie deren Untersuchung in verschiedenen Biotests (ökotoxikologische Untersuchungen am IUW) festgestellt werden. Um final den Geräteprototyp unabhängig von Sonnenlicht betreiben zu können, soll neben einer nachhaltigen Energieversorgung durch Photovoltaik, auch ein Energiespeicher sowie ein Anschluss an das öffentliche Stromnetz berücksichtigt werden. Dies wiederum wird das INES realisieren.

Finanzielle Unterstützung erfährt das Projekt neben den Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ebenfalls durch die kofinazierenden Partner der Region Grand Est, des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur (Rheinland-Pfalz) und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst (Baden-Württemberg).